Mein Leben neu erfinden
Am Anfang war es nur eine Vermutung: Wer erfolgreich war, hatte eine Story. Und umgekehrt: Wer eine Story hatte, wurde erfolgreich.
Also begannen wir vor Jahren im Kognos Institut, das sich mit Fragen der Zukunftsgestaltung und des Zukunftsmanagements1 beschäftigt, nach den Einflussfaktoren für unternehmerischen und persönlichen Erfolg zu forschen. Zunächst wollten wir wissen, wieso einige Unternehmer besonders erfolgreich waren und andere nicht. Dann sollte geklärt werden, warum es einige Menschen an die Spitze schaffen und andere nicht.
Schließlich wollten wir aber auch erkennen, wieso manche Menschen glücklich und zufrieden sein können, ohne sich permanent immensem Druck auszusetzen.
Dazu haben wir uns die Lebensläufe vieler Menschen angesehen. Zunächst jene von solchen, die es „geschafft“ hatten. Ob es Unternehmer, Politiker, Kirchenleute oder Schauspieler, Maler und Dichter oder ob es Menschen waren, die durch ihre besondere Leistung als Sportler oder Ehrenamtliche aufgefallen sind. Darunter waren unter anderen: Steve Jobs von Apple, Ingmar Kamprad von IKEA®, Sergey Brin und Larry Page von Google™, Pierr Omidyar von eBay®, Jeff Bezos von Amazon®, Jimmy Wales von Wikipedia®, die Köche Tim Mälzer und Sarah Wiener, die Schauspielerin Veronika Ferres, die Bierbrauer Leipold und Kowalsky von Bionade® , Anita Roddick von The Body Shop®, die ehemalige Bischöfin Margot Käßmann, der Fußballer Lukas Podolski oder die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Es waren aber auch viele darunter wie Helmut Maier*, der als Vorstand die Leichtathletikabteilung einen kleinen Verein leitet oder wie Margarete Zügel, die fast jeden Sonntag im Kirchenchor singt oder wie Eberhard Krämer, der in seiner kleinen Schreinerei wunderbare Möbel herstellt oder wie die Kindergärtnerin Margit Blümel, die sich ein neues Lern- und Beschäftigungskonzept für die Kitas ausgedacht hat oder wie Julia Erd, die mit ihrem Mann zusammen Familie und Beruf in idealer Weise kombiniert hat. .
Es war faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich die Storys waren und wie sie sich doch hinsichtlich ihres Aufbaus ähnelten. Alle hatten ein (Lebens-)Thema und einen (Lebens-)Plot. Und allen gelang es, sich nach oben zu arbeiten, unglaubliche Krisen zu überstehen und einige schafften es sogar zum Titelhelden einer verfilmten (Hollywood-)Story zu werden, wie beispielsweise Mark Zuckerberg, der Facebook-Gründer.
Immer mehr war uns klar, dass es tatsächlich ein „Geheimrezept“ für Erfolg, Zufriedenheit und Glück gibt: Man muss eine eigene Story haben.
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Das Geheimrezept: Die eigene Story
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Leicht gesagt, aber in der Tat schwer umzusetzen. Wir waren schon kurz davor aufzugeben, als wir uns dann mit den Erkenntnissen großer Denker befassten. Darunter war einer der wichtigsten Richard David Precht2, der in seinem Bestseller „Wer bin ich und wenn ja, wieviele?“ sagt: „Man kann darüber streiten, ob die Welt aus Atomen aufgebaut ist oder aus Geschichten“. Noch konsequenter hat uns Edward de Bono3, darauf hingewiesen, dass wir uns durch unser Denken zu dem machen können, wer oder wie wir sein wollen.
Als wir dann die Ergebnisse der modernen Hirnforschung, insbesondere die Arbeiten von Wolf Singer4 und Gerhard Roth5 für unser Projekt heranzogen wurde uns klar:
Erstens: Unser Hirn denkt und fühlt nicht in Daten, Fakten und Argumenten, sondern in Geschichten. In diesen kommt alles vor, was es auf der Welt gab, gibt und geben wird.
Zweitens: Mit unserem Hirn verfügt jeder (ja jeder!) von uns über den größten vorstellbaren Computer, der uns im Grunde alles möglich macht, weil er mehr kann als jeder herkömmliche Computer, eben sich selbständig in die Zukunft hineindenken und hineinfühlen.
Drittens: Das ist die Conclusio. Wer sein Hirn dazu bringt, die eigene Lebensgeschichte zu kreieren, kann wirklich fast alles erreichen, was er sich vorstellt.
Wenn wir uns heute umsehen, können wir feststellen, dass unsere Welt voll ist von Geschichten. Geschichten, die zeigen, wie statt Einsamkeit und Langeweile Spaß und Erlebnisse möglich sind. Geschichten, die davon erzählen, wie aus Sorgen die Lust auf Leben entstanden ist, wie Probleme bewältigt oder wie selbst in hoffnungslosen Situationen Auswege gefunden wurden. Plötzlich entdecken wir sie in den Zeitungen, Zeitschriften, in Büchern, im Fernsehen und jetzt auch im Internet: Wer, wann, was mit wem und warum gemacht hat, wird fröhlich, wenn schon nicht durch die Lande getwittert, dann in Facebook oder Xing untereinander ausgetauscht oder mit MySpace, und YouTube weiter persönlichkeitsbezogen dramatisiert.
Das alles waren Ansatzpunkte für das schließlich von uns entwickelte STORYFY®-Prinzip. Sich selbst in den Mittelpunkt seiner Geschichte, seiner Story zu stellen und diese wie ein Schriftsteller zu entwickeln und zu gestalten:
STORYFY® your life
Damit wird das Leben zum Abenteuer, so wie wir es uns seit unserer Kindheit immer gewünscht haben. Denken wir uns also einen Schriftsteller in unserem Kopf und gewähren ihm den nötigen Freiraum. Er wird unser Leben neu erfinden und aus unserem Leben eine wunderbare Geschichte machen.
1 www.kognos.de; www.kognos-rating.de
2 Precht, Richard David: Wer bin ich und wenn ja, wie viele? , München 2007
3 Bono, Edward: Think! München 2009
4 Singer Wolf: Der Beobachter im Gehirn, 1. Aufl. Frankfurt 2002; 8. Aufl. 2009
5 Roth, Gerhard: Fühlen, Denken, Handeln – Wie das Gehirn unser Verhalten steuert, 1. Aufl. Frankfurt 2003; 5. Aufl. Berlin 2010
* Namen geändert
Das STORYFY®-PRINZIP ist eine Publikation in der Zukunftsbibliothek des Kognos Verlags. Das NET-MAGAZIN ist frei zugänglich; das NET-BOOK wird vom Verlag immer aktuell gehalten. Die Abonnenten des STORYFY®-Letters können es kostenlos nutzen.
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